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Magazin: Blog2

Coursing Ein Gastartikel von Eva Frasz



Es gibt zwei Arten von Windhundrennen, zum einen das Rennen auf einer festen Rennbahn, bei dem es ausschließlich um die Geschwindigkeit der teilnehmenden Hunde geht, sowie das Coursing, bei dem das Jagdverhalten der Hunde bewertet wird.


Coursings (von engl. Lure Coursing, „Köderhetze“) finden auf freiem Feld statt, auf dem die Rennstrecke erstellt wird. Dazu werden unregelmäßig an verschiedenen Stellen Umlenkrollen befestigt, über die das Zugseil ausgelegt wird. Am Ende des Zugseils befindet sich wie auf der Rennbahn eine Hasenattrappe, meist in Form von Plastik- oder Fellstücken. Ziel ist es hier, eine echte Hasenhetze zu simulieren, bei der die Beute auch Haken schlagen kann und die Hunde sie daher nicht nur direkt verfolgen, sondern auch mitdenken müssen. Es starten immer zwei Hunde, und jeder Hund läuft beim Coursing zwei Durchgänge. Das Verhalten der Hunde wird von mehreren Coursing- richtern bewertet. Das internationale Coursingreglement der FCI sieht vor, dass die Richter die Hunde anhand der folgenden Kriterien bewerten: Schnelligkeit, Eifer, Intelligenz, Gewandtheit und Kondition. Pro Kriterium können die Richter bis maximal 20 Punkte vergeben. Bei nationalen Coursings können jedoch auch abweichende Bewertungssysteme zur Anwendung kommen.


Coursing („die Jagd auf Sicht“)

Die Hetzjagd mit Hunden ist mit Sicherheit die älteste Form der Windhundarbeit überhaupt. Ihr Ursprung liegt in der reinen Jagd auf Wild zur Fleischbeschaffung. In Europa, besonders in Großbritannien, wurde die reine Hetzjagd zu einer sportlichen Form abgewandelt. Im 16. Jahrhundert zur Zeit Elisabeth I. gab es bereits Regeln für das rein sportliche Wettcoursing mit Greyhounds auf Hasen.


Lure Coursing: (Köderhetze )

ist mit einer echten Hetzjagd im Freien nicht zu vergleichen, weil die Bedingungen völlig anders sind und deshalb nicht nachgestellt werden können. Ein gejagter Hase würde niemals kopflos und panisch nur im Zick-Zack laufen, der Hase würde versuchen seinen Verfolger mit allen Tricks abzuschüttelen. Je näher der Hund dem jagendem Hasen kommt, umso mehr Haken wird der Hase schlagen, und seine Fluchttaktik dem Jagdmuster des Verfolgers anpassen. Einige der Windhunde jagen gemeinsam im Verbund, andere sind individuelle Einzeljäger, wobei jeder Windhund seine Erfahrung, Intelligenz benötigt dem Hasen an den Fersen zu bleiben, wobei der kürzeste Weg mit Sicherheit der erfolgreiche ist! Die immer beliebter werdende Simulation der Jagd auf Sicht in Form des „Lure Coursings“ bietet Windhunden das Ausleben ihres ureigenen Instinkts. Dabei können Windhunde ihre rassespezifische Leistungsfähigkeit auf langer sowie kurzer Distanz auf einem Parcours zw. 700 bis 100 m unter Beweis stellen.


Bewertung im Coursing-Bewerb:

Die Coursing-Richter beurteilen die Leistungen der Hunde nach fünf Kriterien: Gewandtheit, Schnelligkeit, Kondition, Eifer, Intelligenz. Es können maximal 20 Punkte für jedes Kriterium vergeben werden. Je zwei Hunde bestreiten einen Lauf, deren Punktergebnisse addiert werden, die Beurteilung des ersten Laufes wird zur Laufeinteilung des zweiten Durchganges herangezogen. Hat ein Windhund einmal diese Freude an der Bewegung am Lure Coursing erlebt, und die Möglichkeit, gleichermaßen Körper und Geist am Coursing zu trainieren, ist diese Liebe stärker als alles andere. Ein wirklich atemberaubender Anblick, und nicht zuletzt, ist es die größte Freude die man seinem Windhund bieten kann.


Gastartikel mit freundlicher Genehmigung von

Eva Frasz

Obfrau ÖKV-Rennsportkommission, Organisation, Parcourslegung, Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Coursing

Tel: +43 (0)664 1032363;       Email: obfrau@fcw-coursing.at


Mehr Informationen zum Thema auf der Seite der Freunde des Coursing- u. Windhundesports:

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