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Magazin: Blog2

Hofhund: Beruf und Berufung

Aktualisiert: 5. Jan.


Von L/O nach R/U: Hovawart, Entlebucher Sennenhund, Wolfsspitze, Landseer, Deutscher Pinscher, Rottweiler

"Hofhund" ist kein Schlag und schon gar keine Rasse, sondern eine Berufsbezeichnung. Einige Hofhundrassen eignen sich durchaus zum Familienhund, von anderen sollte man besser die Finger lassen.


Schon Jäger und Sammler hatten Jagdhunde. Mit der Domestikation von Nutzvieh wie Ziege, Schaf und Rind zogen sich nomadisch lebende Hirtenvölker die Hirtenhunde als viebeinige Helfer. Mit der Sesshaftwerdung des Menschen entstand der Bedarf an einem neuen Hundetyp, dem Hofhund.


Hofhunde hatten und haben noch eine breite Palette von Aufgaben. Vom Treiben und mitunter auch Hüten von Vieh, über das Bewachen des Hofes bis zur Mäuse- und Rattenjagd und dem Fernhalten von Raubzeug vom Hof reicht ihr Aufgabengebiet. Die bekannten Hofhundrassen entstammen den Gruppen "Hütehunde und Treibhunde" sowie der umfangreichen Gruppe "Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen". Viele zum Hofhund geeignete Rassen sind zwar groß bis sehr groß, es gibt aber auch mittelgroße und kleine Vertreter dieses Berufszweiges.


Die Eignung von Hofhunden zum Familienhund ist je nach Rasse sehr unterschiedlich. Gut geeignet sind Hunde mit sehr stark ausgeprägtem Wachtrieb in Kombination mit starkem Schutztrieb. Gut geeignet sind Hunde, die zwar über einen starken Wachtrieb verfügen, deren Schutztrieb aber nicht so stark ausgeprägt ist.



Hofhunde aus der Gruppe 1, Hütehunde und Treibhunde

Ein Lancashire Heeler Bild: Canarian Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Hunde aus dieser Gruppe haben einen guten angeborenen Hütetrieb. Sie sind dementsprechend hilfreich beim Treiben und Hüten von Vieh. Einige Rassen aus dieser Gruppe sind weniger spezialisiert und werden auch als Hofhunde gehalten:



Hofhunde aus der Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

Ein Hollandse Smoushond Bild: Zepp Web Lizenz: CC BY 2.0

Dieser Gruppe entstammen die meisten "typischen" Hofhunde. Als Famileinhunde eignen sich sämtliche Pinscher und Schnauzer, eventuell mit Ausnahme des sehr großen Riesenschnauzers.

  • Hovawart

  • Schweizer Sennenhunde

  • Landseer

  • Österreichischer Pinscher

  • Deutscher Pinscher

  • Mittelschnauzer

  • Zwergschnauzer

  • Hollandse Smoushond


Hofhunde aus der Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp

Ein Zwergspitz, aka Pomeranian

Aus dieser Gruppe sind es vor allem die Deutschen Spitze, welche Hofhundaufgaben wahrnehmen. Sie sind ausgezeichnete Wachhunde, denen nichts entgeht. Oft wurden sie zusammen mit einem großen Kollegen mit niedriger Reizschelle als Security-Team gehalten. Mit Ausnahme des kleinsten Vertreters der Spitzzunft, dem Pomeranian, sind sie etwas "aus der Mode" gekommen. Das ist schade, denn sie geben allesamt hervorragende Familienhunde ab.

  • Wolfsspitz

  • Großspitz

  • Mittelspitz

  • Kleinspitz

  • Zwergspitz (Pomeranian)



Welsh Corgi Cardigan "Gracie" an der Arbeit:



* Nicht von der FCI anerkannte Rasse

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